Siegburg. Unter dem Motto "It's Better Together - Gegen Rassismus und Diskriminierung" empfing das Anno-Gymnasium 57 thessalonikische Schülerinnen und Schüler plus Lehrkräfte. Die Griechen reisten über Amsterdam an, wo sie das Anne-Frank-Museum besuchten, bevor es weiter nach Siegburg ging. Die folgenden Tage waren geprägt von gemeinsamer Projektarbeit, Stadterkundungen und kulturellen Aktivitäten. Besonders hervorzuheben ist die Stolperstein-Führung durch die Kreisstadt, bei der sich die Jugendlichen mit der Geschichte des Nationalsozialismus auseinandersetzten. Auf dem Schulgelände wurde ein Korbiniansapfelbaum gepflanzt - die Sorte wurde vom Pfarrer Korbinian Aigner heimlich im Konzentrationslager Dachau gezüchtet und steht symbolisch für Widerstand, Hoffnung und den Schutz der Menschenwürde. Als weiteres Zeichen der Zusammengehörigkeit und Nachhaltigkeit säten die Jugendlichen gemeinsam eine Wildblumenwiese.
In den Projektarbeiten, die in einem Begegnungsabend den Familien und weiteren Gästen präsentiert wurden, sollte die eigene Geschichte als Teil der europäischen Familie dargestellt werden. So informierten die Jugendlichen anhand eines Flaggenposters über ihre Herkunft, sponnen ein Wollnetz um einen Globus, entwickelten Brett-, Karten- und Aktionsspiele mit europäischen Quizfragen, gestalteten individuelle Willkommensarmbänder in Länderfarben, produzierten Podcasts, in denen über Diskriminierungserfahrung berichtet wurde, und gestalteten einen Willkommensfilm.
Im September erfolgt der Gegenbesuch in Thessaloniki.