Große Futtermengen auf dem Boden können - gerade bei nasser Witterung - faulen, Tiere, die davon fressen, werden krank. Außerdem werden Erreger - aktuell ist noch immer die Vogelgrippe ein Thema, aber auch Salmonellen oder Trichomonaden stellen eine Gefahr dar - verbreitet. Denn Vögel fressen nicht nur die Körner, sie koten auch darauf. Die Futterhaufen stellen zudem auch für ungebetene Gäste wie Ratten oder Waschbären ein im wahrsten Sinne des Wortes gefundenes Fressen dar. In Beeten ausgestreut, können die vielen angelockten Tiere Schäden an den Pflanzen verursachen. Und nicht zuletzt droht über die Samen die (unfreiwillige) Verbreitung von invasiven Arten wie der Beifuß-Ambrosie.
Den Tauben im Stadtgebiet wird sich bereits professionell angenommen. In einem Taubenschlag am Bahnhof werden die Vögel artgerecht gefüttert, kranke Tiere medizinisch versorgt. Um die Population nicht zu groß werden zu lassen, tauschen die Aktiven Eier gegen Gipsattrappen aus, die dann - erfolglos - bebrütet werden. Damit wird der Verschmutzung von Verkehrsflächen und Gebäuden, wo der Kot kostspielige Schäden anrichten kann, entgegengewirkt.
Übrigens: Das Füttern von Waschbären und Tauben ist im Stadtgebiet nach einem Ratsbeschluss aus dem Jahr 2023 verboten, wer es trotzdem tut und dabei erwischt wird, muss mit der Zahlung eines Bußgelds von bis zu 500 Euro rechnen.

