Vom Tessin nach Kaldauen
Siegburg. Im Jahr 1972 fällt einem aufmerksamer Baggerfahrer und einem Bauingenieur, beide mit dem Aushub für ein Einfamilienhaus in Kaldauen beschäftigt, ein Metallgefäß im Boden ins Auge. Der herbeigerufene Fachmann des Rheinischen Landesmuseums Bonn erkennt die Bedeutung des ramponierten Gegenstands und nimmt diesen in seine Obhut. Es handelt sich um eine Situla, einen 2.500 Jahre alten bronzenen Eimer, hergestellt auf der Südseite der Alpen. Exemplare gleicher Machart sind über ganz Europa verteilt. Was uns die Entdeckung über die frühe keltische Kultur und die Bewohner des Rheinlands erzählt, ist Gegenstand des Museumsgesprächs "Eine keltische Situla aus dem Tessin im Ortsteil Kaldauen" am Donnerstag, 4. September, um 18.30 Uhr. Referent ist Dr. Uli Hofmann, Archäologe im Ruhestand. Der Eintritt ist frei.