Diesmal bewerteten 179 Personen das Radfahren in Siegburg, 67 weniger als 2022. Mit der Durchschnittnote 3,89 wurde das Niveau der vorhergehenden Analyse gehalten - allerdings reicht das nur noch für einen zwölften Platz im Vergleich aller Kommunen im Rhein-Sieg-Kreis (Durchschnittswert hier ist 3,81). Hennef, Alfter, Rheinbach, Ruppichteroth, Niederkassel, St. Augustin und Swisttal zogen vorbei; lediglich Troisdorf verlor und liegt nun hinter der Kreisstadt. Spitzenreiter bleiben Meckenheim (Durchschnittsnote 2,66), Lohmar (3,36) und Bad Honnef (3,47). Königswinter (4,3) gibt die Rote Laterne an Neunkirchen-Seelscheid (4,45) ab. Im Vergleich der Orte mit 20.000 bis 50.000 Einwohnern verlor Siegburg leicht, lieg jetzt bundesweit auf Platz 183 von 429 (vor zwei Jahren: Platz 161 von 447), im NRW-Vergleich auf Platz 53 von 113 (48 von 125).
Überdurchschnittlich gut schneidet Siegburg bei der Frage nach öffentlichen Fahrrädern und dem Fahrradverleihsystem ab. Die Note 2,2 liegt 2,4 Punkte über dem Bundesdurchschnitt vergleichbarer Orte. Mit einer 2,4 ebenfalls über dem Bundesdurchschnitt auf den Plätzen 2 und 3: Die Erreichbarkeit des Stadtzentrums - "hier spielt wahrscheinlich die Öffnung der Fußgängerzone eine große Rolle", so Gocht - und die in Gegenrichtung geöffneten Einbahnstraßen. Am Ende der Skala liegen, jeweils mit einer leichten negativen Abweichung von 0,3 (was den höchsten Wert aller 27 abgefragten Kategorien darstellt), die Führung an Baustellen (4,7) sowie die Ampelschaltungen für Radfahrer und die Breite der Radwege (jeweils 4,9).
Im Fazit stellten Gocht und Wienströer der Verwaltung ein gutes Zeugnis aus, bedankten sich für die regelmäßig stattfindenden Treffen mit sehr konstruktiven Gesprächen. "Uns ist bewusst, dass viele unserer Idealvorstellungen in einer eng bebauten Stadt wie Siegburg nicht umsetzbar sind." Gleichzeitig äußerten sie den Wunsch an die Politik, bei der Förderung der Verkehrswende mehr Mut zu zeigen.