Wie genau macht man Wohnungen fit für den demografischen Wandel, für die Nutzung durch ältere Semester? Über das Großthema sprach AWO-Wohnraumberaterin Susanne Russ. Ihre Fachdienststelle erhielt im letzten Jahr 300 Anfragen von vornehmlich älteren, behinderten und demenzkranken Menschen bzw. deren Angehörigen, die ihre vier Wände barrierefrei umbauen lassen möchten.
Das Paket ist vielfältig: Vermeidung von Unfallgefahrenstellen, Einsatz von technischen Hilfen, Umbau von Zugängen und Treppenbereichen, Bädern und Küchen. Die Erstberatung findet in der Regel vor Ort statt und umfasst neben der Erörterung der individuellen Schritte die Klärung der Finanzierung. Auf der AWO-Homepage heiß es: "Weiterhin übernehmen bzw. unterstützen wir bei der Beantragung von Zuschüssen, prüfen Kostenvoranschläge, sprechen bei Bedarf mit den Handwerkern und Vermietern." Zum Team gehören zwei diplomierte Innenarchitektinnen und zwei Sozialpädagoginnen.
Die Quintessenz aus dem Treffen: Wo einmal die Schwellen fallen, wird später in der Regel nichts zurückgebaut. Die Lage auf dem barrierefreien Wohnungsmarkt verbessert sich. Einen Nachtrag liefert die Kollegin Dagmar Redlin aus dem Amt für Senioren, Wohnen und Soziales: "Bei Vorliegen eines Pflegegrades ist ein Zuschuss von bis zu 4.180 Euro für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen durch die Pflegekasse möglich. Auch hier hilft die AWO beim Schaffen der Voraussetzungen, den Zuschuss zu erhalten - wie viele Angebote muss ich einholen, welche Unternehmen muss ich beauftragen, wann darf ich sie engagieren."
Die AOK begrüßte neben Vertreterinnen von Stadt und Arbeiterwohlfahrt das Sozialpsychiatrische Zentrum der Diakonie in Troisdorf für den Bereich "Wohnen mit Demenz", die Selbsthilfe-Kontaktstelle Rhein-Sieg-Kreis und das Sanitätshaus Rahm.
Foto: Dagmar Redlin und Britta Meerbeck-Blum von der Seniorenarbeit der Stadt, Ahmed Aden, AOK, Barbara König, AWO, und Antonia Grumptmann, ebenfalls Stadt Siegburg.

