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Siegburg - Logo 19. Juli 2016  
 
Syrerinnen haben jetzt neue Möglichkeiten der Mobilität

Radfahren für Flüchtlinge

Siegburg. Für sechs syrische und irakische Frauen aus der Flüchtlingsunterkunft Haufeld 22 ging es am letzten Wochenende in den Industriepark nach Meckenheim. Das ungewöhnliche Projekt, welches der städtische Umweltausschuss im Zuge des Agenda-Fonds beschlossen hatte, startete in die erste Runde.

Worum ging es? Um das Radfahren. Da in einigen muslimischen Ländern das Radeln und sportliche Betätigungen für Frauen verboten sind, war es für das Sextett eine ungewöhnliche, anstrengende, aber auch sehr motivierende Erfahrung.

Der Fahrradkurs wurde von der Radfahrschule für Erwachsene des ADFC durchgeführt, der schon seit einigen Jahren Erwachsenen mit viel Engagement das Fahrradfahren beibringt. Die Erfolgsquote liegt mittlerweile bei 90 Prozent.

Daher war es kein Wunder, dass sich am Ende alle Teilnehmerinnen trotz einiger blauer Flecken und harmloser Stürze im Sattel halten konnten. Bereits am Sonntagnachmittag wurde eine kleine Tour unternommen, eine Urkunde gab es obendrein. Zum Abschluss stellten sich Lernende und Lehrende zu einem Gruppenfoto zusammen. Dank an die geduldigen Fahrlehrer!

Der zweite Teil des Projektes, Flüchtlingen die Verkehrsregeln und entsprechendes Fahrverhalten näher zu bringen, folgt in Kürze. Auch hier wird der ADFC der Stadt zur Seite stehen. Die Fahrschule Kreiter stellt ihren Verkehrsübungsplatz zur Verfügung.

 
 
Fliegende Module an der Frankfurter Straße

Wohnung am Haken

Siegburg. Unter größerem Anwohnerinteresse wurden in der Nacht die ersten Wohneinheiten - Fachsprache: Module - für die Flüchtlingsunterkunft an der Frankfurter Straße geliefert. Ein Autokran hob sie ins Baufeld. Dreiviertel des Erdgeschosses sind schon angekommen, die Wohnanlage wird neben dem Parterre noch einen ersten Stock besitzen. Es entstehen 16 Wohnungen für jeweils max. 6 Personen.

In der kommenden Nacht und in der Nacht auf Donnerstag geht die Anlieferung weiter, für die die Mühlengrabenstraße zwischen Frankfurter Straße und "An den 6 Bäumchen" zwischen 23 Uhr und 6 Uhr gesperrt wird. Foto: Michael Uschwa

 
 
Radikale Geschichte des Beat

Elvis bis Green Day

Siegburg. Längst hat sich die vierköpfige Gruppe "THE BEAT!radicals" aus dem Raum Koblenz mit ihrer Konzeptshow einer "radikalen Geschichte der Beatmusik von Elvis bis Green Day" für viele Rock'n'Roll-Fans zum Geheimtipp unter den deutschen Covercombos gemausert. Nicht nur, dass die vier Beat-Propheten schon als rockender Support für "Die Happy" und "Revolverheld" auf der Bühne standen, auch können sie auf Konzerte mit "The Sweet", "Suzi Quatro" und "Manfred Man's Earth Band" verweisen und räumten zwei Mal beim Riesenfestival "Abbey Road on the River" in den USA ab.

Morgen, 18 Uhr, Marktplatz. Ein Konzert der Reihe "Siegburg live". Eintritt frei.

 
 
Absturz am Sonntagnachmittag

Nummer 73 wohlauf!

Siegburg. Was machen eigentlich die Leute, die nicht in den Urlaub gefahren sind?
Sie genießen ihren Garten und finden dann am Sonntagnachmittag - so geschehen bei Stadtarchivarin Dr. Andrea Korte-Böger auf den Braschosser Höhen - ein aus dem Nest gepurzeltes Falkenkind.

Dass die Turmfalken in der fast himmelhohen Tanne hinter ihrem Haus brüten, war bekannt, warum sie den Braschosser Kirchturm als Nistplatz verschmäht hatten, nicht. Noch völlig flugunfähig und nur mit hellgrauen Flaumfederchen bedeckt, krabbelte also das entweder zu neugierige Falkenmädchen oder der zu leichtsinnige Falkenbub auf dem Gartenweg herum und wurde zunächst unter einem Klappkorb geborgen, um es vor weiteren Attacken zu schützen.

Das Junge wieder ins Nest zu expedieren, wäre ohne Hubwageneinsatz nicht möglich gewesen. Eine Aufzuchtstation musste gefunden werden. Dafür ist das Internet gut. Über den BUND fand sich unproblematisch der Ansprechpartner, die Greifvogelauffangstation Turmhof in Rösrath, am Rande der Wahner Heide. Eine Abgabezeit wurde vereinbart, das Kleine ohne nennenswerte Gegenwehr unterm Klappkorb hervorgeholt, in ein Körbchen gesetzt und mit einem Handtuch halb abgedeckt, damit es sich geborgen fühlen möge.

Das geschah auch bald, denn die großen schwarzen Augen schlossen sich, es schlummert friedlich und brav während der gesamten Fahrt. Der Greifvogelpate kam, stellte mit einem fachmännischen "Nichts gebrochen" die Unversehrtheit fest und servierte, nett portioniert und mit einer Pinzette im richtigen Fütterungswinkel angeboten, erst einmal eine weiße Maus.

Dann bekam Korte-Bögers temporärer Schützling auch seinen Namen: Nummer 73. Alle anderen Ziffern sind bereits von 2016er Havaristen vor ihm belegt. Wie geht es weiter? Gut zehn Tage alt ist der Absturzkandidat, vier Wochen braucht es, bis junge Falken flügge werden. So lange sitzt er in der Box, wird drei- bis viermal am Tag gefüttert. Nächste Stationen sind dann die Voliere und schließlich die Freiheit!

 
 
Weltkriegswunden und die Sehnsucht nach dem Meer

Literarischer Abend auf dem Friedhof

Siegburg. Mit einem gemeinsamen Abendlied zu Gitarrenmusik klangen die "Literarischen Momente" auf dem Nordfriedhof aus, zu denen der Freundeskreis der Stadtbibliothek Siegburg und das Café T.O.D. eingeladen hatten.

Etwa 40 Personen waren gekommen, um an bestimmten Gräbern dazu passende, nicht nur traurige Texte zu hören. So erinnerte etwa Andrea Müller an einem Grab mit einer Ehepaarskulptur an die Liebe, Uschi Stenz an einem anderen an die Sehnsucht nach dem Meer.

Gefallenen Soldaten wurde am Löwendenkmal, links neben dem Haupteingang, gedacht. Charly Halft zitierte aus Kartengrüßen des Siegburgers Theodor Taff, der im Ersten Weltkrieg gestorben war. Besonders ergreifend waren die persönlichen Erinnerungen von Ferdinand Kaufmann an seinen Besuch im Elsass am Grab seines im Zweiten Weltkrieg gefallen Vaters zusammen mit dem eigenen Sohn. Der Abschluss des abendlichen Gangs fand an der großen Grabanlage Michaelsgarten statt, wo Wolfgang Heinze mit seinem Gedicht "Über den Tag hinaus" zur Gesprächsrunde mit kulinarischen Köstlichkeiten, angerichtet von den Mitgliedern des Café T.O.D., überleitete.

Das Café T.O.D. hat am morgigen Mittwoch, 20. Juli, von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Foto: Andrea Müller (Rücken zur Kamera) erläutert die Historie eines Grabes.

 
 
Dialektlesung in der Stadtbibliothek

"Uss demm Levve"

Siegburg. Das wird ein fröhlicher rheinischer Abend in der Siegburger Stadtbibliothek, wenn Erwin Rußkowski (Foto) "Uss demm Levve" vorträgt.

Der pensionierte Hauptschullehrer hat den Leuten aufs Maul geschaut und diese Erlebnisse im dem Buch zu Verzällcher umgesetzt. Er ist Leiter des Lohmarer Brauchtumsvereins "Saach hür ens" und daher besonders prädestiniert, seine Sketche in der hiesigen Mundart darzubieten.

"Es geht mir darum, Menschen Freude zu bereiten", schildert er selbst seinen Impetus, und das beweist er seit vielen Jahren auch im Karneval, wo er in Köln jugendlichen Rednernachwuchs ausbildet.

Der Eintritt zur Lesung am Donnerstag, 28. Juli, um 20 Uhr in der Griesgasse 11 ist frei, doch wie es sich für eine rheinische Veranstaltung gehört, gibt es Kölsch und halven Hahn, allerdings gegen einen kleinen Obolus.

 
 
Bücherwurm nagte an der Pizza und belegten Brötchen

Familienzentrum zieht ins Hotel

Siegburg. Lange Lesenacht des Integrativen Familienzentrums Wolsdorf mit 27 Kindern. Bestimmt in der Kita Kinderburg? Nein, im Hotel Kaspar, in welches die Besitzer Christina Kemper-Willems und Stefan Willems die Zwergenschar geladen hatten.

Petra Opschondeck, die Kinderburgleiterin, färbte ihre Stimme beim Vorlesen, klang mal bedrohlich, mal sanft, steigerte geschickt die Spannung. Sie trug das "Rätsel der Geisterstadt" vor, ein Band der magischen Baumhausreihe. Pizza gab es als Nachtmahl. Am nächsten Morgen wurde fürstlich gefrühstückt, bevor die Eltern kamen. Foto: Woiciech.

 
 
Tatverdächtige verstrickten sich in Widersprüche

Einbruch in der Zeithstraße

Siegburg. Durch den Anruf einer Seniorin (73), die Verdächtiges in ihrer Nachbarschaft gehört hatte, gelangte die Polizei um halb zwei in der Nacht auf Montag in die Zeithstraße.
Die Beamten stellten am Einsatzort fest, dass Einbrecher in ein dortiges Wohn- und Geschäftshaus eingestiegen waren, gestört wurden und ihre zum Abstransport bereitstehende Beute zurückgelassen hatten. An mehreren Türen waren deutliche Aufbruchsspuren zu sehen. Eine Glastür war durch Hebeleinwirkung zerplatzt.
Eine St. Augustiner Steifenwagenbesatzung sah schließlich, wie in einigen hundert Metern Entfernung ein PKW von einem unbeleuchteten Parkplatz rollte. In Höhe des Schulzentrums an der Zeithstraße holten die Polizisten den mit drei Männern besetzten Wagen ein, hielten ihn an und kontrollierten die Insassen. Die 31, 36 und 40 Jahre alten und in Siegburg, Trier und Marsberg wohnhaften Männer waren stark verschwitzt und sichtlich nervös. Nachdem sie sich in Widersprüche verstrickt hatten, nahmen die Beamten sie als die tatverdächtig fest und brachten sie zur Wache.
Der Fahrer des Fords, der 40-jährige Siegburger, stand augenscheinlich unter Drogen und musste eine Blutprobe abgeben. An der Echtheit seines Führerscheines bestehen Zweifel. Die Ermittlungen dauern an. Hinweise an 02241/541-3121.

 
 

Trauerfeiern / Beisetzungen

Dienstag, 19. Juli 2016
Nordfriedhof, 11 Uhr: Hans Werner Kitz

Donnerstag, 21. Juli 2016
Nordfriedhof, 14 Uhr: Elisabeth Wendler

 
 
Stadtnachrichten auf Facebook

Videos und Infos

Siegburg. Videos, Bilder, Informationen, oftmals direkt vom Ort des Geschehens: Wer die städtische Facebookseite Siegburg.de liked, der ist quasi mittendrin. Dorthin über den Link.

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Heute in Siegburg:

10 bis 17 Uhr, Stadtmuseum: Ausstellungen "Keramik Europas - Westerwaldpreis 2014" und "Einfach schön", alte Schulwandkarten und Schaubilder aus den 1950er und 1960er Jahren

15 bis 18 Uhr, Spielplatz Kaldauer Feld: Spielmobil Armin hält

18 Uhr, Walter-Mundorf-Stadion: Fußball-Testspiel des SSV 04 gegen den Bonner SC

19.30 Uhr, Stadtmuseum: Vernissage der Ausstellung "Vielfalt - 90 Jahre GEDOK" (Bild)

 
 

Das Siegburg-Wetter:

Di. 19.07.   Mi. 20.07.   Do. 21.07.
   
   
32°C   34°C   29°C
14°C   18°C   20°C
 

Der Tag heute:

Dienstag, 19. Juli, der 201. Tag in 2016

Wetter: "Hat Margareta keinen Sonnenschein, dann kommt das Heu nie trocken ein". Viel Sonnenschein, heiß!

 

Sonnenuntergang: 21.34 Uhr
Sonnenaufgang morgen: 5.41 Uhr
Mondaufgang morgen: 21.35 Uhr
Monduntergang morgen: 6.19 Uhr

Heilige und Namenstage: Margareta (von Antiochien, starb um 305), auch: Marina; Bernulf (von Utrecht, Bischof, starb 1054), auch: Bernold.

Geburtstag: Samuel Colt (1814-1862), amerikanischer Erfinder des gleichnamigen; Gottfried Keller (1819-1890) schweizerischer Dichter ("Der grüne Heinrich"); Edgar Degas (1834-1917), französischer Maler; Herbert Marcuse (1898-1979), deutsch-amerikanischer Philosoph ("Der eindimensionale Mensch"), einer der wichtigsten Vertreter der "Frankfurter Schule" mit großem Einfluss auf die Studentenbewegung und die Neue Linke Ende der 1960er Jahre; Heinz Oskar Wuttig (1907-1984), Drehbuchschreiber ("Der Forellenhof", "Alle meine Tiere", "Die 1000 Augen des Dr. Mabuse"); George McGovern (1922-2012), US-Politiker, 1972 Präsidentschaftskandidat der Demokraten gegen Tricky Dicky; Bernie Leadon (1947), amerikanischer Sänger und Gitarrist, spielte zunächst bei den "Flying Burrito Brothers", gründete 1972 mit Glenn Frey, Don Henley und Randy Meisner die "Eagles"; Maren Kroymann (1946), Schauspielerin ("Vera Weskamp"); Ilie Nastase (1946), rumänischer Tennisspieler, gewann 1973 die French Open; Allen Collins (1952-1990), amerikanischer Gitarrist bei Lynyrd Skynyrd ("Sweet Home Alabama"); Vitali Klitschko (1971), ukrainischer Boxer; Ailton (1973), brasilianischer Fußballer, einst Werder Bremen, 2004 erster ausländischer Fußballer des Jahres in der Bundesliga; vor einiger Zeit Karriereende bei Hassia Bingen (6. Liga), zwischenzeitlich Transfer ins Dschungelcamp. Bildete mit Claudio Pizarro ein Duo Infernale bei Werder, auch abseits des Platzes. 1999 klingelte Ailton nachts um vier mit dem Mobiltelefon bei Vereinsboss Jürgen L. Born durch, der beim Anblick der Anrufnummer und in Anbetracht des Anrufers das Schlimmste vermutete. Ailton meldete sich und sagte nur einen Satz: Pizarro braucht Handy!; Kevin Großkreutz (1988), Fußball-Weltmeister in Diensten von Zweitligist VfB Stuttgart.

Todestag: 1892: Thomas Cook, der britische Reiseunternehmer und Touristik-Pionier stirbt 83-jährig in Bergen/Norwegen; 1968: Käthe Kruse, die Puppenbauerin stirbt 84-jährig in Murnau; 1983: Erik Ode, der Schauspieler ("Der Kommissar") stirbt 72-jährig in Kreuth; 1989: Carl-Heinz Schroth, der Schauspieler ("Alle Hunde lieben Theobald", "Jakob und Adele") stirbt 87-jährig in München; 2006: Gérard Oury, der französische Schauspieler und Regisseur ("Die Abenteuer des Rabbi Jakob") stirbt 87-jährig in Saint-Tropez; 2009: Henry John Surtees, der britische Autorennfahrer, Sohn des britischen Motorsportlers John Surtees, dem einzigen Menschen, der sowohl auf dem Motorrad wie in der Formel 1 Weltmeister wurde, stirbt 18-jährig bei einem Formel-2-Rennen in Brands Hatch tragisch: Sein vor ihm fahrender Landsmann Jack Clarke schlägt im Streckenabschnitt Westfield in die Begrenzungsmauer, ein Hinterrad löst sich, springt über die Strecke und trifft Surtees am Kopf, bewusstlos schlägt der Pilot in der Sheene-Kurve in die Leitplanken - Surtees stirbt am Abend in einem Londoner Krankenhaus; das tragische Geschehen erinnert an den tödlichen Formel-2-Unfall von Markus Höttinger 1980 in Hockenheim; 2013: Bert Trautmann, der Fußball-Torhüter, bereits zur aktiven Zeit eine Legende, stirbt 89-jährig im spanischen Almenara-Playa; als Kriegsgefangener geriet der Bremer nach England, blieb dort und wurde Keeper bei ManCity, dort holte er 1956 das FA-Cup-Finale, trotz einer schweren Verletzung, die sich nach dem Spiel als lebensgefährlicher Genickbruch herausstellte, verbrachte danach fünf Monate vom Kopf bis zu den Hüften im Gipskorsett; hatte nie eine Chance bei Bundestrainer Sepp Herberger, da dieser keine "Legionäre" wollte; 2014: Iring Fetscher, der Politikwissenschaftler stirbt 92-jährig in Frankfurt; 2014: James Garner, der amerikanische Schauspieler ("Detektiv Rockford-Anruf genügt") stirbt 86-jährig in Los Angeles; 2015: Jörg Kaehler, der Schauspieler, Regisseur und Theaterleiter, eng verbunden mit den "Siegburger Freilichtspielen" auf der Abtei, stirbt 84-jährig in Neunkirchen-Seelscheid.

 

Historisches Kalenderblatt:

Vor 1305 Jahren - 19. Juli 711
Eine historische Schlacht. 12.000 Araber besiegen 100.000 Goten unter König Roderich. Bei der Laguna de la Janda treffen sie aufeinander und wüten sieben Tage lang. Die Goten-Generäle sind mehr mit internen Intrigen beschäftigt, als mit dem arabischen Feind, nehmen ihn nicht so recht ernst. Der Westgotenstaat ist allerdings schon ein recht heruntergekommenes Gebilde, ziemlich am Ende. Die wenigen tausend Soldaten der Araber dringen in ein Reich ein, das im Inneren bereits längst morsch und hohl ist. In nur sieben Jahren gelingt es den Arabern, weitere Gebiete im Norden zu erobern, bis sich ihr Kalifenreich von Damaskus bis auf die Linie Coimbra und Pamplona erstreckt. Der Kampf gegen den Islam in Europa beginnt mit dem Überschreiten der Pyrenäen durch die Araber 718. Zwar etablieren sie noch feste Stützpunkte in Toulouse und Narbonne, doch ihr Vormarsch scheitert 732, als sie bei Poitiers und Tours durch Karl Martell gestoppt werden. Die Mauren ziehen sich zurück nach Spanien, etablieren eine hohe Kultur.

 
 
Vor 195 Jahren - 19. Juli 1821

George IV. wird in London zum König erhoben. Sein Krönungsbankett ist das letzte dieser Art in der Geschichte der britischen Monarchie.

Vor 105 Jahren - 19. Juli 1911
Die Reichsversicherungsordnung wird im Deutschen Reich verabschiedet. Ein Grundwerk der Sozialversicherung.

Vor 80 Jahren - 19. Juli 1936
Im Spanischen Bürgerkrieg beginnt die Belagerung der Städte Gijón und Oviedo.

Vor 45 Jahren - 19. Juli 1971
In New York wird der Südturm des World Trade Center fertiggestellt.

 
 

Siegburger Kalenderblatt:

Vor 100 Jahren - Juli 1916
Die Siegburger Krüge in der Kriegsausstellung auf dem Michaelsberg. Das "Siegburger Kreisblatt" berichtet über die Präsentation von Beständen des Geschichts- und Altertumsvereins: "Die Sammlung, die den langjährigen Bemühungen des Herrn Bürgermeister Plum zu verdanken ist, gibt einen vorzüglichen Überblick über die Siegburger Töpferkunst von ihren ersten Anfängen bis zu ihrem Verfall. Sie kann den besten Sammlungen dieser Art zur Seite gestellt werden. Die noch häufig flüchtig durchgearbeiteten ältesten Erzeugnisse sind in malerischer Unordnung auf großen Eckgestellen untergebracht. Sie zeigen in der Hauptsache Krüge und Trinkgefäße in den verschiedensten Formen und Farben. Die den Siegburger Töpferwaren eigene weiße Farbe tritt noch nicht stark hervor. Es finden sich zahlreiche Gefäße von dunklem Braun bis zu rötlichen und grauen Tönen. Da diese Art Töpferwaren für gewöhnliche Gebrauchszwecke auch während der Blütezeit der Siegburger Keramik angefertigt wurden, ist erklärlich, daß eine Anzahl von diesen Gefäßen die der späteren Zeit eigentümliche weißliche Tonfarbe aufweisen. Die Ausführung ist meistens aber roh, die Verzierung beschränkt sich auf Rillen, einige wenige Stücke bringen die Anfänge eines Schmuckes mit Ornamenten. Ein Schaukasten mit römischen und germanischen Gefäßen ermöglicht den Vergleich mit den Siegburger Erzeugnissen. Dieser Vergleich fällt nicht zu Gunsten dieser noch unbeholfenen Siegburger Keramik aus. Die römischen und germanischen Gefäße sind ihr an Form wie an Farbe überlegen. Ein völlig anderes Bild bieten die wohl vornehmlich dem 16. Jahrhundert angehörigen Gefäße, die in zahlreichen Schaukästen zur Ausstellung gelangt sind. Sie weisen alle die Siegburger helle Farbe auf, die in einigen Stücken fast weiß erscheint. Die Formen sind gut durchgearbeitet und der verzierende Schmuck von einer unerschöpflichen Reichhaltigkeit. Den interessantesten, schönsten und wertvollsten Teil der Ausstellung enthält der große Glasschrank. In ihm ist zunächst eine große Zahl Matrizen ausgelegt, aus Ton bestehende Formen, die der Töpfer bei der Herstellung der Verzierungen auf den Krügen verwendete, indem er sie in den weichen Ton eindrückte. Diese Matrizen zeigen die unerschöpfliche, von keiner anderen Töpferwerkstätte erreichte Phantasie der Siegburger Töpferkunst. Die Schönheit der Darstellung auf diesen kleinen Flächen ist ganz außerordentlich. In dem erwähnten Glasschrank sind ausgesuchte Töpfe und Krüge vereinigt. Es findet sich eine ganze Anzahl von jenen als Schnellen bezeichneten Krügen mit bildlichen Darstellungen von größter Schönheit. Ein kleines Töpfchen mit grüner und gelber Glasur muß besonders erwähnt werden, weil es der Forschung als Beweis für die Verwendung dieser sonst in Siegburg unbekannten Farbe dient. Die Siegburger Töpferkunst ist verfallen. Arbeiten aus neuer Zeit, die zu Vergleich gezeigt werden, bleiben, obwohl sie offenbar die alten Matrizen verwendet haben, doch hinter den alten an Sicherheit der Form wie Schönheit des Materials und des Schmucks weit zurück. Möge diese Ausstellung die Anregung geben für die Wiedererweckung des schönen alten Gewerbes, für die Vorbedingung ist der weiße, nirgends sich sonst findende Ton, der ja noch überreichlich vorhanden ist." Foto: Eine Töpferausstellung des Geschichts- und Altertumsvereins im Reservelazarett auf dem Michaelsberg 1916.

 
 
Vor 95 Jahren - Juli 1921

Das neue Siegburg-Geld, ein Leserbrief: "Das Siegburger städtische Papiergeld ist zur Auszahlung gekommen; die 10 Pfg-Scheine werden bald folgen. Dank vor allem sei dem Herrn Bürgermeister und der Stadtverwaltung ausgesprochen, daß sie mit Aufbietung aller Mühe es erreicht haben, daß auch noch unsere Stadt eigenes Geld ausgeben darf. Es sei allen gesagt, daß dies keine leichte Arbeit war; es hat manchen Schrittes und mancher Unterredung bedurft. Ein früherer lokalgeschichtlich und künstlerisch gebildeter Mitbürger hat neben anderen Entwürfen auch diese vorgelegt. Was hätte es der breiten Öffentlichkeit genutzt, z. B. einige rein lokalgeschichtliche Momente hier wiederzugebe, etwa die Russenlager in der Stadt während des 30jährigen Krieges oder ähnliche Episoden? Gerade das Wahrzeichen Siegburgs, der neu erstandene Michaelsberg, wird das Geld bei Auswärtigen und Sammlern beliebt machen In sinniger Weise ist auf dem 50 Pfg-Schein unten links das Wappen Siegburgs und rechts ein Siegburger Krug mit Jahreszahl angebracht, der 25 Pfg-Schein enthält das Johannestürmchen des Berges und dem Unbekannten wird dies kundgegeben durch den Aufdruck unten links Johannestürmchen, während rechts das Gründungsjahr des Kloster steht. Also historisch ist die Sache schon gut und künstlerisch kann unser Geld auch mit vielen anderen in Wettstreit treten. Das Papier, das dazu verwandt ist, genügte seinen Anforderungen, braucht und soll auch nicht für alle Zeit halten. Die Behörde hat sich von dem Gedanken leiten lassen, die Aversseite recht praktisch zu gestalten, daß es gleich ins Auge fällt, worum es sich hier handelt. Es besteht schon eine riesige Nachfrage nach diesem neuen Gelde und helfen auch Sie tüchtig mit, daß es nie mehr eingelöst zu werden brauche, dann dienen auch Sie der Stadt!"

Vor 95 Jahren - Juli 1921
"Den französischen Nationalfeiertag haben die hiesigen Besatzungstruppen am Abend zuvor mit Zapfenstreich, Feuerwerk und Beleuchtung ihrer Geschäftsräume im Kreishause mit elektrischen Glühkörpern in französischen Farben begonnen. Die Raketen in verschiedenster Art und Farben wurden meist vom Turme der Kirche auf dem Michaelsberge aus abgeschossen und waren weithin sichtbar." (Kreisblatt)

 
 
Vor 50 Jahren - Juli 1966

"Im August des Jahres hätte der berühmte Geiger Adolf Busch, der lange in Siegburg lebte, seinen 75. Geburtstag feiern können. Zu seinem Gedenken wird im Gebrüder-Busch-Theater in Dahlbusch bei Siegen ein Konzert mit Rudolf Serkin, der jahrzehntelang der Partner Adolf Buschs und des Buschs-Quartetts war, gegeben. Er lebt seit 1939 in den Staaten und leitet dort die berühmte Marlboro-School, die Adolf Busch zusammen mit einigen Freunden in der Emigration gründete." (Siegburger Zeitung) Foto (Bundesarchiv): Adolf Busch mit seiner Frau Frieda, links Tochter Irene, die 1935 Rudolf Serkin heiratete, neben ihr der berühmte Dirigent und Direktor der Mailänder Scala und der New Yorker Philharmoniker, Arturo Toscanini. Das Foto entstand 1932. Busch starb am 9. Juni 1952 im Alter von 60 Jahren in Guilford/Vermont. Dort starb 1991 auch Serkin, der 1933 wegen seiner jüdischen Abstammung emigrieren musste. Busch war ein offener Gegner der Nationalsozialisten, und als diese versuchten, ihn für sich einzunehmen, meinte er, dass er "mit Freuden an dem Tag zurückkehren" werde, da "Hitler, Goebbels und Göring öffentlich gehängt" würden. An die Gebrüder Busch erinnert eine Straße in Kaldauen.

 
 

Öffnungszeiten:


Rathaus, Bürgerservice, Amt für Jugend, Schule und Sport, Stadtmuseum, Tourist-Information, Musikschule, Stadtbibliothek, Volkshochschule Rhein-Sieg, Verbraucherzentrale

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Notdienste/Wichtige Rufnummern:

Polizei: 110
Rettungsdienst/Feuerwehr: 112
Krankentransport: 19-222
Ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116-117
Zahnärztlicher Bereitschaftsdienst: 0180/5986700
Tierärztlicher Bereitschaftsdienst: Abrufbar über die Anrufbeantworter der Tierarztpraxen
Giftnotruf-Informationszentrale für Vergiftungsfälle Universitätsklinik Bonn: 0228/19240
Sorgentelefon für Kinder und Jugendliche: 0800/1110333
Zentraler Karten-Sperr-Notruf: 116-116 (In Deutschland gebührenfrei)

Apotheken-Notdienst:
(jeweils von 9 Uhr bis 9 Uhr des Folgetages)


Heute:
Glocken-Apotheke, Hermann-Ehlers-Str. 61 b , Troisdorf, Tel.: 02241/80 46 89
Mittwoch:
Apotheke im City Center, Kölner Str. 69 , Troisdorf, Tel.: 02241/7 31 00
 

Kinoprogramm Dienstag, 19. Juli:

Capitol, 53721 Siegburg, Augustastraße 20, Tel.: 02241/62288
Ein ganzes halbes Jahr: 14:45 Uhr, 17:30 Uhr, 20:15 Uhr
Ice Age - Kollision voraus!: 15:00 Uhr, 17:30 Uhr, 20:15 Uhr
Independence Day: Wiederkehr: 14:45 Uhr, 17:30 Uhr, 20:15 Uhr


Cineplex, 53721 Siegburg, Europaplatz 1, Tel.: 02241/95808-0
Central Intelligence: 20:30 Uhr
Ein ganzes halbes Jahr: 15:00 Uhr, 17:30 Uhr, 20:15 Uhr, 23 Uhr
Ice Age - Kollision voraus! 3D: 15:00 Uhr, 17:30 Uhr, 20:15 Uhr
Ice Age - Kollision voraus!: 14:45 Uhr
Independence Day: Wiederkehr 3D: 14:45 Uhr, 17:30 Uhr, 20:15 Uhr, 23 Uhr
Mit besten Absichten: 17:30 Uhr, 20:15 Uhr, 23 Uhr
Mullewapp - Eine schöne Schweinerei: 15:15 Uhr, 17:15 Uhr
Smaragdgrün: 14:45 Uhr, 17:30 Uhr, 20:15 Uhr, 23 Uhr
StadtLandLiebe: 23:00 Uhr
Streetdance: New York: 15:15 Uhr, 17:45 Uhr, 20:30 Uhr, 23 Uhr
Verräter wie wir: 23:00 Uhr

 

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Redaktion
Ralf Reudenbach (Verantwortlich nach § 6 MDStV)
Jan Gerull

Pressesprecher der Stadt Siegburg
Wolfgang Hohn
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