13.03.2020

Im Schmuckstück durch Siegburg

E-Kutsche mit vielseitigen Möglichkeiten

Siegburg. Ein ungewöhnliches Gefährt fuhr am Montagvormittag am Siegburger Bahnhof vor: Eine pferdelose Kutsche.

Auf Initiative des Umweltamts sowie der Wirtschafts- und Tourismusförderung der Kreisstadt Siegburg präsentierte Peter Czwiertnia, Chef von MyEtours, eine Droschke, die vom Design ins 19. Jahrhundert passt, aber ansonsten mit Blick auf Sicherheit und Technik den Standards eines modernen Elektrofahrzeugs genügt. Acht Personen einschließlich des Kutschers, der über ein Mikrofon mit den Fahrgästen in Verbindung steht, finden auf den Bänken Platz. Nach dem Start am Europaplatz, wo schon mehrere Passanten das Aufgebot für Fragen nutzten, ging es bei heruntergeklapptem Dach und maximalen 25 km/h zu einer 45-minütigen Probefahrt bis rauf auf den Michaelsberg. Angetan von dem Schmuckstück lud "Cofi Loco"-Besitzer Uwe Prommer spontan für eine Nachbesprechung zu einem Kaffee in sein Lokal ein. Für Tim Winterscheid, Leiter des Bereichs Energiedienstleistungen bei der Rhenag, würde eine solche Kutsche E-Mobilitätskonzepte stärker ins Bewusstsein der Siegburger bringen. Die Tourist Information und Sandra Bratschke, stellvertretende Geschäftsführerin des KSI, sehen vor allem die Möglichkeiten, den Wagen einzusetzen, um Siegburg als Tagungsstandort zu stärken - etwa durch einen Shuttle-Service vom Bahnhof zum KSI, bei Stadtführungen oder aber auch als Angebot für Hochzeitspaare und bei Veranstaltungen. In den nächsten Wochen werden die Überlegungen fortgeführt, ob die elektrische Kutsche nach München, Köln und dem Beueler Karneval in Zukunft öfters auch in Siegburg zu sehen sein wird.


13.03.2020 - E-Kutsche

E-Kutsche