24.03.2020

Hilfe für Jung und Alt

Anzahl der Corona-Erkrankungen steigt weiterhin an

Siegburg. Im Rhein-Sieg-Kreis sind, Stand gestern Abend, insgesamt 336 Personen positiv auf SARS CoV2 getestet worden.

Zwei Patienten befinden sich in stationärer Behandlung. Aus Siegburg werden 29 Erkrankte gemeldet. Im gesamten Kreisgebiet befinden sich 1.643 Menschen in häuslicher Quarantäne. Schutz und Hilfe für Ältere Bundesseniorenministerin Dr. Franziska Giffey und der Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO), Franz Müntefering, appellieren an Senioren und Personen mit Vorerkrankungen, ihren Alltag an die Gefährdung durch das Corona-Virus anzupassen. Ihre Tipps: Reduzieren Sie soziale Kontakte soweit wie möglich, auch zu Gleichaltrigen, denn auch sie können Überträger sein. Meiden Sie derzeit jeden unmittelbaren Kontakt zu Enkelkindern, die Großeltern sollten möglichst nicht in die Betreuung einbezogen werden. Gehen Sie nicht in Arztpraxen, rufen Sie im Bedarfsfall dort an und fragen, wie Sie sich verhalten sollen. Gehen Sie, falls möglich, nicht in Apotheken, bestellen Sie benötigte Arzneimittel per Telefon, lassen Sie sich diese liefern oder nehmen Sie, wenn möglich, Hilfe aus der Familie oder der Nachbarschaft an. Nehmen Sie Bring- und Lieferangebote von Familien, Nachbarn oder Supermärkten an. Halten Sie Ihre sozialen Kontakte über Telefon oder, wenn möglich, über Skype aufrecht. Begrenzen Sie die Zahl der Personen, die in Ihre Wohnung kommen, auf ein Minimum. Nutzen Sie das schöne Wetter, um spazieren zu gehen, denn das stärkt Ihre Abwehr - halten Sie aber auch dort mindestens zwei Meter Abstand, wenn Sie Bekannte treffen. Giffey lobt ausdrücklich alle Menschen, die sich derzeit um hilfebedürftige Personen kümmern: "Nachbarn, die Einkäufe oder Botengänge übernehmen, sind 'Engel des Alltags'. Wenn wir alle aufeinander achten, dann leben wir Solidarität." Gleichzeitig wird vor "falschen Helfern" gewarnt. So wird von Betrügern berichtet, die besonders ältere Menschen nach Geld für teure Medikamente und medizinische Behandlungen fragen. Angebliche Handwerker behaupten, Haus und Wohnung zu überprüfen und desinfizieren zu wollen. Es wird dringend angeraten, Unbekannten kein Geld zu geben und sie nicht in die Wohnung zu lassen. Hilfe für Schüler und Eltern Der "normale" Familienalltag allein ist schon Herausforderung genug. Die aktuelle Situation mit geschlossenen Kindertagesstätten und Schulen aber kann das Zusammenleben nicht nur gründlich auf den Kopf, sondern auch auf eine harte Probe stellen. In diesem Fall haben die Mitarbeiter der Familien- und Erziehungsberatungsstellen des Rhein-Sieg-Kreises ein offenes Ohr. Das Siegburger Büro ist montags bis freitags von 8.30 bis 12.30 Uhr, montags bis donnerstags zudem von 14 bis 16 Uhr unter der Rufnummer 02241/132710 erreichbar, per E-Mail nehmen Sie unter Fb.siegburg@rhein-sieg-kreis.de Kontakt auf. Ebenfalls sehr verändert hat sich der Lernalltag der Schüler. Für Fragen rund um das häusliche und digitale Lernen steht die Schulpsychologische Beratungsstelle unter 02241/13-2366 Lernenden, Eltern und Lehrkräften für telefonische Beratung zur Verfügung, die Dienstzeiten stimmen mit denen der Familien- und Erziehungsberatungsstelle überein. Die Mailanschrift lautet Schulpsychologische.beratungsstelle@rhein-sieg-kreis.de. Oster-Ferienspielwoche fällt aus Die vom städtischen Jugendamt gemeinsam mit dem Siegburger SV 04 geplante Oster-Ferienspielwoche unter dem Motto "Volltreffer - Der Ferienspaß mit dem Ball" muss infolge der Corona-Pandemie abgesagt werden. Bereits gezahlte Teilnehmerbeiträge werden zurückerstattet." Tafeln geschlossen Die Siegburger Tafel hat derzeit geschlossen. Um Menschen in Not nicht alleine zu lassen, erweitert der SKM jedoch sein Beratungsangebot in der Allgemeinen Sozialberatung. Die Mitarbeiterinnen stehen ab sofort täglich von 9 bis 12 Uhr unter den Rufnummern 02241/177850 oder 177814 zur Verfügung. Sie unterstützen unter anderem bei der Bewältigung aufkommender Alltagsprobleme und vermitteln gegebenenfalls in andere Fachdienste und örtliche Initiativen. Darüber hinaus unterstützen die Mitarbeiterinnen bei der Geltendmachung von Ansprüchen gegenüber öffentlichen Stellen, stellen Anträge an Stiftungen und gewähren als letztes Mittel auch materielle Unterstützung, um Notlagen zu überwinden.


Teaser - Corona - Bild 03