04.05.2011

Unikat Johannes Wolf

Ein Teil seiner Werke findet sich künftig im Stadtmuseum

Siegburg. Johannes Wolf: stadtbekannt, ein Unikum. Der Maler und Bildhauer lebte in Siegburg und dem Languedoc, verstarb 2002.

Er hinterließ ein umfangreiches Oeuvre, voller Symbolik und Anspielungen. Immer wieder finden sich in seinen Werken Elemente aus seiner Heimat: der Michelsberg und die Patres, aber auch ihm wichtige Themen wie Indianer und Zwerge, Natur und Tod. In Siegburg zählte Johannes Wolf über Jahrzehnte zu einem der markantesten Vertreter einer lebendigen Kunstszene. In der Kunst- und Ausstellungshalle des Jungen Forum Kunst durfte Bürgermeister Franz Huhn gestern Vormittag aus dem Nachlass des Künstlers 17 Arbeiten als Schenkung für das Siegburger Stadtmuseum entgegen nehmen. Einer von Wolfs Erben ist sein Sohn Holger Lamsfuß. Er hat die Arbeiten aus dem Keller seiner Mutter wieder ans Tageslicht gebracht. Entstaubt und gereinigt, stellt er über 200 ab Sonntag, 15. Mai, unter dem Titel "Johannes Wolf- unvergessen" in den Räumlichkeiten in der Luisenstraße 80 aus. Darunter auch die an das Stadtmuseum gestifteten Werke. Die bisher umfangreichste Ausstellung Wolf'scher Gemälde, mit einigen zum Teil noch nie der Öffentlichkeit gezeigten Arbeiten. Ein repräsentatives Spektrum von 40 Jahren Malerei. Die Schenkung an das Stadtmuseum hat Karl-Heinz Löbach vermittelt. Der Vorsitzende des Jungen Forum Kunst Siegburg e.V. ist ehemaliger Schüler Wolfs. Er stiftete dem Stadtmuseum seinerseits ein Bozetto und eine kleine Tonplastik des Künstlers. Die Ausstellung "Johannes Wolf - unvergessen" wird am Sonntag, 15. Mai, dem internationalen Museumstag um 10 Uhr eröffnet. Bis zum 29. Mai können die Werke jeweils mittwochs und freitags zwischen 19 und 22, samstags und sonntags zwischen 12 und 17 Uhr besichtigt werden. Bei einer Versteigerung am Sonntag, 29. Mai, haben Kunstfreunde ab 15 Uhr Gelegenheit, ein oder mehrere Arbeiten zu erwerben. Weitere Infos auf www.jungesforumkunst.de.