vom 18.05.2024

Sternförmig auf den Markt

2.000 Schüler gehen fürs Grundgesetz auf die Straße

Siegburg. Es ist nie zu früh, sich mit Artikel 1 des Grundgesetzes zu befassen. Das Parlament der Hans Alfred Keller-Schule, im welchem die Mechanismen unserer volksherrschaftlichen Entscheidungsfindung bereits von Sechsjährigen eingeübt werden, debattierte vor Kurzem intensiv über die Menschenwürde. "Sie waren gar nicht mehr zu stoppen", berichtet Parlamentsreporterin Katharina Sadeghian, im Hauptberuf Leiterin der Einrichtung. 

Vor ein paar Wochen hatte sie eine zündende Idee. Warum nicht zum 75. Grundgesetzgeburtstag am 23. Mai die Siegburger Schüler für eine kunterbunte Verfassungskundgebung auf die Straße holen? Bei ihren Kolleginnen und Kollegen fand die Vorsitzende der Schulleiterkonferenz Unterstützung. Sie schließen sich an. Bürgermeister Stefan Rosemann findet die aus der Mitte der Gesellschaft gestartete Initiative hervorragend: "Das spricht für ein tiefes Bewusstsein für das wichtige Jubiläum." Mit im Boot bzw. mit auf der Straße ist das zivilgesellschaftliche Bündnis für Vielfalt und Demokratie, das sich im Rahmen der Demonstration gegen die neue Rechte Ende Januar gründete. 

Was passiert genau? Am Donnerstag, 23. Mai, unternehmen 2.000 Kinder und Jugendliche von allen Siegburger Schulen von Startpunkten in Innenstadtnähe einen Sternmarsch zum Marktplatz, wo sie um 16.30 Uhr mit Musik und Applaus empfangen werden. 

Es schließt sich ein einstündiges Bühnenprogramm an, gesungen werden unter anderem "Freiheit" von Müller-Westernhagen und das "Veedel" der Bläck Fööss. Die Stars sind die Kids selbst - an den Lernorten laufen aktuell Gesangsproben. Aus dem Seligenthaler Veedel stammt WDR-Intendant Tom Buhrow, der als Ehrengast das Podium erklimmt und eine jugendkompatible Ansprache vorbereitet hat. 

Das Schlusswort d gehört der Urheberin der Aktion: "Die Intention dieses Sternmarsches geht weit über das bloße Symbolische hinaus. Es ist ein Versprechen an die kommenden Generationen, dass wir uns für eine Welt einsetzen, in der Unterschiede gefeiert und nicht verurteilt werden. Es ist ein Aufruf an jeden einzelnen Bürger, sich aktiv für Demokratie, Frieden und Verständigung einzusetzen, egal, welcher Herkunft, Religion oder Weltanschauung."

Foto (v. r.): Katharina Sadeghian von der Hans Alfred Keller-Schule hatte den Sternmarschplan. Bürgermeister Stefan Rosemann und David Dornseifer, der städtische Veranstaltungsmanager, unterstützen sie in ihrem Vorhaben.

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