vom 23.11.2022

Wie kam es dazu, wie geht es weiter?

Jugend- und Stadtteilprojekt Brückberg

Siegburg. Viele Annahmen und Vermutungen umschweben das Projekt Bahnhof Brückberg. Wir rollen gern nochmals ausführlich auf, von der ursprünglichen Idee bis zum jetzigen Stand.
Die Kreisstadt bietet gemeinsam mit dem Evangelischen Jugendwerk seit 2018 das Sommerferienspiel "Kinderstadt Mini-Siegburg" an. Zunächst am Schulzentrum Neuenhof, danach, ab 2021, am Standort Brückberg, auf der Wiese neben der Grundschule, mit der man sich - ebenso wie mit der nahen Rudolf-Dreikurs-Förderschule - eng absprach.

Immer wieder erklang während der Durchführung der Wunsch von Kindern bzw. Jugendlichen einerseits, von den Betreuerinnen und Betreuern anderseits, ein kontinuierliches Angebot für den Nachwuchs über die Sommerferienzeit hinaus zu schaffen. Der Standort Brückberg mit seinem großen Platzangebot und der Anbindung zu den Schulen erwies sich hierbei als ideal. Nach ersten Gesprächen mit den Schulverantwortlichen konnte formuliert werden, was bislang fehlt: ein sogenanntes grünes Klassenzimmer, eine feste Vorlesestunde, ein Elterncafé oder aber eine Umgebung für eine generationsübergreifende pädagogische Arbeit zum Thema Medien.

Aufgrund dieser Bedarfsmeldungen führte das Jugendwerk Gespräche mit der Stadtverwaltung, in welcher Form Räume geschaffen werden können, die sowohl der Kinderstadt Mini-Siegburg als auch den Schulen und weiteren Gruppierungen zur Verfügung stehen. 

Die Wahl fiel auf zwei ausrangierte Waggons. Diese stellten sich aus Kostenperspektive günstig und aus Nutzersicht attraktiv dar. Der Stadtrat ließ sich überzeugen und stimmte zu. Die Waggons wurden bestellt und parallel verschiedene Adressatengruppen angesprochen: Junge Leute brachten in zwei Workshops ihre Ideen ein, was man in und an den Waggons machen könnte. Ebenso wurden Vereine und weitere auf dem Brückberg aktive Gruppen in zwei Stadtteilkonferenzen zur Beteiligung eingeladen. Drittens gab es eine durch die Verwaltung initiierte Bürgerinformationsveranstaltung. 

Eine durch das Landesjugendamt moderierte OpenSpace-Veranstaltung, organisiert von Jugendamt und Evangelischem Jugendwerk, bot in der letzten Woche zusätzlich Gelegenheit für Interessierte aller Altersgruppen, sich an einer Konzeptentwicklung und der Gestaltung des Platzes zu beteiligen. In der Auswertung kristallisiert sich heraus, dass neben zweiwöchentlichen Workshops, die das Evangelische Jugendwerk als feste Programmpunkte zugesagt hat, eine bunter Mix an Möglichkeiten ins Auge zu fassen ist: Hausaufgabenhilfe, Cafébereich mit Bar, Brett- und Gesellschaftsspiele, Grillplatz, Konzerte, Schach-AG, Sport, Mediennutzung wie Playstation, Kochen, Graffiti, Musik, Bücherecke, Werkstatt, Erste-Hilfe-Kurse, Cocktailmixen, Platz für Begegnung, "kommunikative" Möblierung, die zum Verweilen einlädt, Fitnessparcours, Barfußpfad, Open-Air-Kino.

Wichtig war allen Teilnehmern am OpenSpace, nichts am Grundcharakter des grünen Platzes zu verändern. Das deckt sich mit dem aktuellen Planungsstand, nach dem 80 Prozent unberührt bleiben und sich die Aufenthaltsqualität der Grünfläche mit dem Projekt steigert.

Wie geht es nun weiter? Auf der inhaltlich-pädagogischen Ebene wird eine Arbeitsgruppe die Ideen sortieren, offensichtlich Machbares konkretisieren.

Die Hausaufgaben der Verwaltung auf der planerischen Ebene sind gleichfalls vielfältig. Der Bauantrag ist gestellt, es braucht ein Gleisbett und Schienen. Nicht zuletzt muss die Ausführung des Eisenbahntransports wohl bedacht sein.

Kontakt

Stadtverwaltung Siegburg
Nogenter Platz 10
53721 Siegburg

+49 2241 102-0
+49 2241 102-284
rathaus@siegburg.de
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