vom 24.11.2022

Siegburg setzt ein Zeichen

Reaktion auf "One Love"-Skandal in Katar

Siegburg. Gestern Nachmittag, kurz vor dem Anstoß des Fußballweltmeisterschaftsspiels Deutschland gegen Japan. Im zweiten Stock des Stadtmuseums öffnet sich ein Fenster, aus dem Bürgermeister Stefan Rosemann die Regenbogenflagge hängt. Eine Reaktion auf die "unsägliche Diskussion darüber, ob man als Zeichen der Vielfalt und Toleranz eine Kapitänsbinde tragen darf, auf der 'One Love' steht". Im Vorfeld des Turniers hatten mehrere europäische Teams angekündigt, diese bei dem umstrittenen Turnier als Zeichen gegen Homophobie überstreifen zu wollen. Die FIFA drohte mit Strafen - der "Sportschau" gegenüber berichtete der Deutsche Fußball-Bund von einem Schreiben des Weltverbands, in dem eine Gelbe Karte als "Mindestaktion" angekündigt worden sei. Daraufhin kündigten Belgien, Dänemark, Deutschland, England, die Niederlande, die Schweiz und Wales an, auf die Verwendung zu verzichten. Für das obligatorische Mannschaftsfoto vor Anpfiff des Matchs hielt sich die Elf um Kapitän Manuel Neuer demonstrativ die Münder zu, kurz darauf teilte der DFB in den sozialen Netzwerken mit: "Uns die Binde zu verbieten, ist wie den Mund zu verbieten."

"In Siegburg kann jeder Mensch nach seinen eigenen Überzeugungen leben und lieben. Und genau so sollte es überall auf der Welt, auch in Katar, selbstverständlich sein. Für diese Überzeugung treten wir hier in Siegburg ein - vor, während und nach der Fußball-Weltmeisterschaft", erklärt Rosemann. Die Flagge wird bis zum Finale am Sonntag, 18. Dezember, über dem Marktplatz im Wind wehen, als "ein wichtiges Zeichen, wenn es schon nicht in Katar gesetzt wird".

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