vom 02.07.2022

Mehr als kalter Fisch

Makiman: Asiatische Botschaften auf dem Palmblatt

Siegburg. Der Europaplatz ist Siegburgs Tor zur Welt. Vom Bahnhof aus geht es ohne umzusteigen nach Basel oder Brüssel. Wer mag, steuert die Flughäfen in Köln oder Frankfurt an, um die Reise auf stählernen Flügeln fortzusetzen. Die Tickets dafür gibt es gleich auf der anderen Straßenseite im Reisebüro. Kulinarisch ergänzt seit Mitte Juni "Makiman 6" das Angebot an Internationalität.

Makiman begann seine Erfolgsgeschichte vor 15 Jahren im Bonner Zentrum, expandierte dann in die Südstadt und nach Beuel, auf den Hennefer Markt und in den Kölner Stadtteil Sülz. Die sechste Filiale öffnete nach nur zwei Monaten Renovierung rechtzeitig zum Weinfest ihre Türen in den Gastronomieräumlichkeiten des ehemaligen Hotel Herting. Acht Wochen, in denen das Team um Marco Grewe, seit drei Jahren Makiman-Geschäftsführer, selbst Hand angelegt hat, der Räumlichkeit, die zuletzt als Covid-Schnelltestzentrum genutzt wurde, eine ganz eigene Handschrift verpasste. Oftmals unter Verwendung "recycelter" Dekorationen, die er anderswo auftreiben konnte. Denn Nachhaltigkeit ist Grewe wichtig, gehört für ihn zum Konzept. So lässt er die Speisen zum Mitnehmen nicht auf Einweggeschirr aus Plastik, sondern auf Palmblättern anrichten.

"Mir ist Zusammenhalt wichtig, deshalb betreibe ich betreibe Makiman so, wie ich vor 20 Jahren als Angestellter gerne gearbeitet hätte", erklärt Grewe seine Philosophie, in der der Teamgedanke eine große Rolle spielt. "Ich kann nur gastfreundlich sein, wenn Küche und Service miteinander reden", ist er überzeugt. Dieses Miteinander lebt er seinen Angestellten vor. Vor der offiziellen Eröffnung lud er alle 45 Festangestellten der sechs Filialen mitsamt Familien zu einem "Family & Friends"-Tag nach Siegburg ein. An seinem Team hielt er auch fest, als während der Corona-Lockdowns der Gastbetrieb eingestellt werden, sich das Geschäft durch den Außer-Haus-Verkauf tragen musste. Seine Mitarbeiter freuen sich über eine ordentliche Zeiterfassung und die Möglichkeit, mit dem Jobticket preiswert zur Arbeit zu gelangen. Und damit sind wir auch schon beim sozialen Engagement, das Grewe ebenfalls wichtig ist: Mit der Kölner Belegschaft half er einen Tag bei den Aufräumarbeiten nach der Jahrhundertflut des letzten Sommers in Bad Münstereifel, die Cheerleader der Telekom Baskets werden von ihm finanziell unterstützt.

Das Siegburger Makiman ist mit 160 Sitzplätzen, gleichmäßig auf Innen- und Außenbereich verteilt, das größte Restaurant der kleinen Kette. Neben Sushi gibt es auch warme Speisen, inspiriert aus der koreanischen, thailändischen und japanischen Küche. Beim Einkauf legt Grewe Wert auf Qualität, kauft ausschließlich frische Ware, mit deren Verarbeitung die vier Köchen zwei Stunden vor Restaurantöffnung beginnen. Zu Füßen des Michaelbergs möchte Grewe Neues probieren. Cocktailfreunden sind eigene Tische reserviert, an denen nach der Arbeit ein Sundowner genossen werden kann. Unter dem Motto "Sushi meets Wine" - "es gibt Weine, die hervorragend zu kaltem Fisch passen!" - möchte er Tastings anbieten. Ein Lieferservice mit einem "Sushimobil" mit elf Pferdestärken, "wahrscheinlich das einzige in ganz Deutschland", ist geplant. Eine Mittagskarte soll zur stärkenden Einkehr zwischen den Bürozeiten einladen. In einem kleinen Shopbereich, "Makiman fresh to go", gibt es nach dem derzeit noch laufenden Umbau "gesundes Essen mit Sushi und Bowls für die immer viel zu kurze Mittagspause" genauso wie asiatische Kuchen und Eis. Im Winter dürfen sich die fröstelnden Passanten auf Sake-Glühwein freuen. Und auch über die Durchführung verschiedener Veranstaltungen macht sich Grewe Gedanken - so möchte er in die Kunst der Sushi-Zubereitung einweihen.

"Die Siegburger sind sehr interessiert", freut sich Grewe über den Zuspruch, den er bereits in den ersten Tagen erfahren hat. Dabei ist er, wie er zugibt, nicht einmal selbst auf die Idee gekommen, an diesen Standort zu ziehen, sondern wurde vom Vermieter darauf angesprochen. Nach einigen Tagen des Nachdenkens entschloss er sich, "trotz der Unsicherheiten durch Corona und den Krieg in der Ukraine", die Chance zu nutzen. Und so freuen sich am Angebot Gäste "von 16 bis 60", wie es der Königswinterer spontan zusammenfasst. Nur um nach kurzer Pause zu ergänzen, dass es eigentlich weder nach oben noch nach unten eine Grenze gibt. Auch viele Familien kehren am Europaplatz bei ihm ein. "Und wir bringen regelmäßig Seniorinnen und Senioren das Essen mit Stäbchen bei." Foto: facebook.de/Makiman Deutschland.

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