vom 12.01.2022

Tönerne Töne

Siegburger Keramikpreis 2021 - Die Belobigungen

Siegburg. Als "neues Musikinstrument" umschrieb Museumsleiterin Dr. Gundula Caspary in ihrer Eröffnungsrede zur den 4. Siegburger Keramikpreis begleitenden Ausstellung das "Klangquadrat" der Berlinerin Uta Blindow. Es wurde als Beitrag zum Wettbewerb, der anlässlich des 100. Todestags des in Siegburg geborenen Komponisten Engelbert Humperdinck unter dem Motto "Ton und Töne - Der Ton macht die Musik" stand, eingereicht. So wie zwei weitere Werke, die wir Ihnen heute ebenfalls vorstellen, wurde die Installation von der vierköpfigen Jury belobigt. 

"Das Klangquadrat aus 36 Klangschalen lässt den Ton im Wortsinn Musik machen", lobt das Quartett der Preisrichterinnen. "Den einzeln gefertigten Schalen, die über Holzklöppel anschlagbar sind und im Ambitus" - das ist der Tonumfang - "einer Oktave klingen, ist Massivholz und Moos unterlegt, eine Klangschale ist mit einer Hagebutte versehen. Dies symbolisiert den Wald, in dem sich das aus der Humperdinck-Oper 'Hänsel und Gretel' bekannte Geschwisterpaar verliert. Gleichermaßen lassen sich hier ganz spielerisch Klänge wie das 'Hagebuttenlied' oder der 'Abendsegen' wiederfinden." 

Wer wissen möchte, wie das Klangquadrat klingt, kann sich über den Link ein Video auf der Facebook-Seite des Stadtmuseums anschauen, in dem Caspary "Ein Männlein steht im Walde" spielt. Ausstellungsbesucher erhalten zudem über einen QR-Code die Möglichkeit, sich die tönernen Töne via Smartphone anzuhören.

Über eine Belobung freut sich auch Beate Pfefferkorn aus Dresden. Ihre etwa 140 Zentimeter lange Kette mit dem Titel "Zwischentöne" besteht aus vielfarbigen Porzellanglöckchen. Die Jury lobt "die farbliche Visualisierung des Klangs" sowie die "Farbnuancen, die eine Folge von Einzeltönen symbolisieren".

"Humorvoll und mit Leichtigkeit zeichnet Meng-Chan Yu in der Folge von drei unterschiedlich gestalteten und verschieden aufgestellten Porzellanbechern die Bewegungsfolge eines umkippenden Bechers und seiner Füllung", lobt die Jury die Einreichung der in Kiel lebenden Taiwanesin, die "Dancing cups - Klang eines umgekippten Bechers" kreierte. Den dabei entstehenden Ton "beschreibt sie, indem sie die innere Flüssigkeitsbewegung außen sichtbar macht".

Die Ausstellung "Ton und Töne - Der Ton macht die Musik" mit 45 eingereichten Werken ist bis Freitag, 21. Januar, im Stadtmuseum am Markt zu sehen.

Facebook: Spiel auf dem Klangquadrat

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