vom 22.10.2021

Ignatz tobte anderswo

Herbststurm hinterließ nur geringe Schäden

Siegburg. Einen menschenleeren Markt fotografierte Klaus Ridder gestern Morgen. "Verständlich, aufgrund der Warnungen vor dem Sturm."

Verglichen mit anderen Regionen kam das Rheinland beim Durchzug des Tiefs Ignatz glimpflich davon, die höchste in Köln gemessene Windgeschwindigkeit betrug 94 Stundenkilometer. Kein Vergleich zu Trier (115 km/h), dem Harzer Brocken (151 km/h) oder dem Feldberg im Südschwarzwald (166 km/h). Zwischen 8.30 und 11 Uhr musste die Feuerwehr lediglich zu einer Handvoll sturmbedingter Einsätze ausrücken. Große Äste waren auf die Aggerstraße gestürzt, am Mühlentorplatz wurde eine Linde aus dem Mühlengraben gezogen, die das Wasser aufstaute. "An der Schlade" beschädigte ein aus der Baumkrone gestürzter Ast ein geparktes Auto sowie eine Hausfassade, am "Alter Grenzweg" kippten zwei Bäume nicht nur auf die Fahrbahn, sondern auch auf einen Weidezaun.

Als die stärksten Windböen bereits über Siegburg hinweggefegt waren, stellte die Deutsche Bahn gegen Mittag den Fernverkehr in Nordrhein-Westfalen vorübergehend ein. Davon betroffen auch die ICE-Verbindung zwischen Köln und Frankfurt.

Die Regenfälle am Abend riefen noch einmal die Feuerwehr auf den Plan. In der Unterführung der Wilhelmstraße staute sich das Wasser. Der erste Verdacht, dass das Rückhaltebecken der DB überlaufen würde, bestätigte sich nicht. Stattdessen reinigten die Brandbekämpfer die Abflüsse, die Niederschläge konnten abfließen. Bereits mittags verschafften die Helfer dem Rettungsdienst Zugang zu einer hilflosen Person hinter verschlossenen Türen im Mühlenhofweg.

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