vom 04.10.2021

Bahnbrechendes Ereignis

Kaiser brachte Kaldauer Geschichte ins Rollen

Siegburg. Happy Birthday an ganz Kaldauen - der Stadtteil wird 950 Jahre alt! Am 4. Oktober 1071 ausgestellt ist die Urkunde von Kaiser Heinrich IV., in der das Oberhaupt des hl. Römischen Reiches Deutscher Nation der Abtei Siegburg die Strafgerichtsbarkeit zur Sicherung von Markt und Handel in einem exakt beschriebenen Bezirk, dem "Bann", überträgt. In diesem Dokument taucht neben Bezeichnungen wie Acchera (Agger) oder Bozenlohe (Buisdorf) erstmalig die "villa Chaltouva" auf, das heutige Kaldauen. 
Auch wenn durch Keramikfunde nachgewiesen wurde, dass es bereits vor dieser Zeit eine Töpferniederlassung im Gebiet des Lendersbergs gegeben haben muss, gilt dieser 4. Oktober 1071 als offizielles Datum der Geburt. Über Jahrhunderte hinweg haben sich weder das Aussehen noch die Einwohnerzahl des kleinbäuerlichen Dorfes entscheidend verändert. Das alltägliche Leben spielte sich hauptsächlich im Unterdorf ab, im Bereich von Kapellenstraße und "Zur alten Fähre". Erst durch die Folgen des Zweiten Weltkrieges explodierte die Einwohnerzahl ab den 1950er-Jahren. Zuzug und permanenter Ausbau von Wohnarealen verhalfen zu raschem Wachstum. Am 1. Oktober 1956 wurde Kaldauen nach langwierigen Verhandlungen in die Stadt Siegburg eingemeindet.

Bis in die 1990er-Jahre verfügte die Siedlung an der Grenze von Kölner Bucht und Bergischem Land über mehrere Einzelhandelsgeschäfte, Bäckereien, Metzgereien, Apotheken und nicht zuletzt über acht (!) gleichzeitig existierende Gaststätten. 2021 ist Kaldauen mit seinen 8.000 Einwohnern längst den kleinbäuerlichen Strukturen entwachsen und hat sich zum beliebten Wohngebiet entwickelt.

Wer mehr über die Geschichte erfahren möchte, kann dies in einer kürzlich erschienenen Sonderausgabe der Siegburger Blätter nachlesen. Unter dem Titel "Zwischen Lendersberg und Sieg. 950 Jahre Caldauen" ist das von Berthold Becker geschriebene Heft zum Preis von 9 Euro im Stadtmuseum am Markt 46, Tel. 02241/1027410, und im Schreibwarengeschäft Gehlen, Marienstraße 8, Tel. 02241/381950, erhältlich.

Foto: Vergnügungssuchende, auch aus dem benachbarten Ausland, kamen auf der Sommerrodelbahn auf ihre Kosten. 

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