vom 01.08.2020

Wer sein Fahrrad liebt, der schützt es

Polizei gründet "Ermittlungsgruppe Pedale"

Fahrrad

Siegburg. Es klingt paradox, aber in der Krise hat der Fahrradhandel noch einmal zusätzlichen Schwung erhalten. Geradelt wird aus den unterschiedlichsten Gründen. Aus Umweltbewusstsein. Für die Gesundheit. Um nicht im Stau zu stehen oder unter der Maske im ÖPNV zu schwitzen. 

Nicht selten sind die immer teureren Gefährte das Objekt der diebischen Begierde. Anfang Juli ließ eine Meldung der Kreispolizeibehörde aufhorchen. In Troisdorf nahm man eine Bande fest, die seit 2016 im Kreisgebiet, in Köln und in Bonn hunderte Räder gestohlen hatte. 

Fürs Stadtbiet Siegburg existiert folgendes Zahlenwerk: 2017 wurden 174, 2018 182 und im letzten Jahr 132 Räder gestohlen. Die Aufklärungsquote lag zuletzt bei gerade siebeneinhalb Prozent. Heißt: Ist das Rad erst einmal weg, bleibt es in den meisten Fällen verschwunden. 

Die Polizei steuert gegen, hat die "Ermittlungsgruppe Pedale“ gegründet, die konzentriert und zentralisiert alle Fahrraddiebstahlsdelikte bearbeitet. Erfahrene Ermittler der Kripo wurden zusammengezogen, sollen Tat- und Täterstrukturen erkennen und konsequent verfolgen.

Ganz wichtig ist die Prävention. Schützen Sie Ihr Rad adäquat! Stellen Sie es nie unverschlossen ab, benutzen Sie VdS-zertifizierte Schlösser, die Ihnen 5 bis 10 Prozent des Fahrradpreises wert sein sollten. Vom Werk angebrachte Schlösser sind in aller Regel nicht ausreichend. Schlösser, die lediglich blockieren, bieten keinen Schutz. Nutzen Sie feststehende Gegenstände, um Ihr Fahrrad daran anzuketten. Die Polizei erklärt außerdem: „Informieren Sie sich bei Ihrem Fahrradhändler über zusätzliche Sicherungsmöglichkeiten, z.B. Spezialverschlüsse für Anbauteile oder die Codierung durch Gravuren oder Aufkleber. Daneben können Fahrräder neuerdings auch mit einem GPS-Sender ausgerüstet werden. Im Handel oder im Internet erhalten Sie entsprechende Informationen zu unterschiedlichen Anbietern und Möglichkeiten.“