vom 26.06.2020

Entnahmen nicht zulässig

Niedrigwasser gefährdet Flüsse und Bäche

Siegburg. Nach langer Trockenheit sind die heimischen Flüsse und Bäche oft nur noch Rinnsale mit geringem Wasserstand. Der sogenannte Niedrigwasserabfluss gilt als Grenzwert für die Wasserentnahme von Anliegern für die Bewässerung ihrer Gärten oder das Befüllen von Teichanlagen. "Eine Wasserentnahme ist nur zulässig, wenn dies zu keiner Verschlechterung der Wasserbeschaffenheit führt und noch ausreichend Wasser verbleibt“, informiert Rainer Kötterheinrich, Leiter des Amtes für Umwelt- und Naturschutz beim Rhein-Sieg-Kreis.

Ein Beispiel für die niedrigen Pegelstände ist die Sieg. Die Pegelstände fallen seit Tagen, am Pegel Kaldauen wird bald der kritische Niedrigwasserabfluss von 4.000 Liter pro Sekunde erwartet. Zum Vergleich: Bei einem "normalen" mittleren Wasserstand sind es rund 33.000 Liter pro Sekunde. Zu niedrige Wasserstände gefähren den Lebensraum von Kleinstlebewesen, Fische leiden durch den geringen Sauerstoffgehalt an Atemnot.

Wer das verbliebene Wasser beispielsweise mit Brettern anstaut oder sogar das gesamte verbliebene Wasser entnimmt, muss übrigens mit einer erheblichen Geldbuße rechnen. "Zum Schutz der Gewässer finden in den Sommermonaten im gesamtes Kreisgebiet Kontrollen statt, um unzulässige Wasserentnahmen zu verhindern", so Kötterheinrich. Das Kreisumweltamt berät Interessierte gerne zu Möglichkeiten einer Gartenbewässerung und zum Betrieb von Teichanlagen in Trockenperioden unter der Rufnummer 02241/13-2359.

Die Sieg